Figlmüller – der Wiener Schnitzelkönig

Was ist die Besonderheit des Figlmüller Schnitzels? Wie wird das Wiener Schnitzel zubereitet? Wann darf man es Original Wiener Schnitzel nennen? Was ist die typische Beilage? Wo ist der Figlmüller in Wien zu finden?

Die Geschichte des erfolgreichen Gastro-Unternehmers Johann Figlmüller nahm 1905 seinen Anfang. Damals eröffnete er ein kleines Weinlokal in der Wollzeile, in der Nähe des Stephansdoms. Sein gleichnamiger Sohn Hans, machte eine Lehre als Kellner und besuchte Kurse für Kellereiwirtschaft in Klosterneuburg. verhalf dem Lokal in den 1960er Jahren zu internationaler Bekanntheit.

Hans gründete auch 2004 das Figls in Grinzing, dass sich neben dem Wiener Schnitzel auch dem Wiener Wein verschrieben hat. Aufgrund des großen Erfolgs, wurde in der Bäckerstraße 2001 ein weiteres Figlmüller-Restaurant eröffnet. Am Lugeck und am Flughafen können Sie ebenfalls das größte Schnitzel Wiens probieren. Mittlerweile wird der Familienbetrieb in vierter Generation geführt.

Das Besondere am Figlmüller Schnitzel ist, dass es das größte Wiens ist und mit 30 cm Durchmesser über den Tellerrand hinausragt. Es wiegt ca 250 Gramm. Man nimmt das feinste Schweinefleisch und zwar von der Karreerose. Dies ist ein hochwertiger Rückenteil, der sich beim Rausbacken in Pflanzenöl kaum aufwellt. Dafür werden sogar drei verschiedene Pfannen verwendet und keine Friteuse.

Das wichtigste ist Klopfen, Klopfen und nochmals Klopfen. Das Fleisch muss hauchdünn werden, bevor es in Mehl gewendet und durch gesprudeltes Ei gezogen wird. Zum Abschluss kommt die Panier, die aus Bröseln von Kaisersemmeln besteht. Dadurch wird das Figlmüller Schnitzel besonders dünn und resch. Als klassische Beilage wird ein Erdäpfel-Vogerlsalat serviert. Ein klassischer Weißwein, der Grüne Veltliner mundet hervorragend zum Schnitzerl.

Natürlich besteht das Original Wiener Schnitzel aus Kalbfleisch und darf auch nur dann so genannt werden. Ansonsten wird es als Schnitzel nach Wiener Art bezeichet. Das Wiener Schnitzel wird in vielen Haushalten traditionell am Sonntag zubereitet und oft hört man das Klopfen des Schnitzels am Vormittag. Traditionell wird oft auch noch Schweineschmalz verwendet.

Beim Figlmüller gibt es auch den berühmten Wiener Tafelspitz für Liebhaber von gekochtem Rindfleisch mit Suppe. Und im Anschluß natürlich die traditionellen Nachspeisen der Wiener Küche, wie Apfelstrudel und Kaiserschmarrn.

Wie kam es zur Entstehung des Wiener Schnitzels? Da gibt es einige Thesen. Möglicherweise geht es auf das Cotoletta alla milanese in Oberitalien zurück und fand seinen Weg im 15. Jh. nach Wien, was allerdings nicht belegt ist.

Eine andere Legende besagt, dass Feldmarschall Radetzky das Rezept 1857 aus Italien mitgebracht haben soll, was jedoch widerlegt werden konnte. Auch vor dem Schnitzel gab es in Wien Gerichte, die in Fett schwimmend herausgebacken wurden, z.B. das beliebte Backhendl, das erstmals urkundlich 1719 in einem Kochbuch erwähnt wurde. Parallel dazu könnte ds Wiener Schnitzel entstanden sein.

 

Ebenfalls nicht bestätigt ist die Variante, dass schon zur Babenbergerzeit eine byzantinische Prinzessin das Schnitzel nach Wien mitgebracht haben soll.

Wie auch immer der genaue Ursprung des Wiener Schnitzels ist, es zählt zu den beliebtesten Speisen der Österreicher, egal ob jung oder alt. In keinem Restaurant darf das Wiener Schnitzel fehlen.

Time Travel Tipp: Unbedingt reservieren beim Figlmüller, da die Warteschlange immer sehr lange ist. Mehr Infos: Figlmüller Wien » Die Heimat des originalen Wiener Schnitzels (figlmueller.at)

 

 

 

 

 

 

 

 

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