Wiener Süßspeisen – vom Gugelhupf zum Strudel

Wie kam der Gugelhupf zu seinem Namen? Wo wurde er nun wirklich erfunden? Und was hat der Apfelstrudel mit dem Orient zu tun?

Seit dem Jahre seiner Gründung, 1786, verwöhnt der k.u.k Hofzuckerbäcker Demel Genießer aus aller Welt mit feinsten Süßwaren und Desserts. Zwei außergewöhnliche Spezialitäten, der Gugelhupf sowie der Apfelstrudel gehören zum Repertoire der Zuckerbäcker.

Zunächst der Gugelhupf: Die Bestandteile der Süßspeise sind nicht aufwendig. Der Teig wird aus Mehl, Eier, Butter und Rosinen hergestellt. Manchmal wird auch Hefe beigefügt. Mit dem Begriff „Gugel“ wird das Wort „Kapuze“ zum Ausdruck gebracht.

In Deutschland wird diese süße Verführung „Napfkuchen“ genannt. Bereits in der Zeit der alten Römer sind Vorformen dieser Speise bekannt gewesen. Bei Ausgrabungen wurden Kuchenformen gefunden, die der heutigen Form der Behältnisse in denen dieser Kuchen zubereitet wird, ähnlich sind.

Der Original Wiener Gugelhupf ist eine leichte und sehr bekömmliche Speise. Eine geschmacklich wesentlich gehaltvollere Art dieses Genusses wird als Schokoladegugelhupf bezeichnet. Eine Legende sagt, dass die Heiligen Drei Könige ihn aus dem Orient ins Elsass mitgebracht hätten und die Franzosen sind bis heute überzeugt, dass der Gugelhupf in Frankreich seinen Ursprung hat, genauer gesagt in Ribeauvillé, wo bis heute ein jährliches Gugelhupffest stattfindet. Einer anderen Legende nach soll ihn die Erzherzogin von Österreich und spätere Königin Marie-Antoinette an den französischen Hof nach Versailles mitgenommen haben.

Wer es lieber fruchtiger mag, dem mundet der berühmte Wiener Apfelstrudel sicherlich besser. Die Köstlichkeit stammt allerdings aus dem Orient. Die Historie des Strudels, der mit dem türkischen Gericht

„Baklava“ verwandt ist, liest sich spannend. Im Morgenland, genauer im arabischen Raum, vermutet man heute die „Wiege“ dieser in vielen europäischen Ländern längst heimisch gewordenen Speise in ihren vielen Variationen. Mitte des 15 Jahrhunderts eroberten die Osmanen Byzanz und in dieser Ära soll auch der „Strudel“ und dabei auch die mit Äpfeln und Rosinen gefüllte Teighülle den Weg nach Europa gefunden haben.

Time Travel Tipp: In den ca. 2.000 Cafés in Wien können Sie alle Wiener Süßspeisen probieren. Gleich in der Nähe von Time Travel finden Sie den Demel, das Café Central, das Café Sacher, das Café Bräunerhof um nur einige zu nennen. Auch die Wiener Kaffeehauskette Aida ist einen Besuch wert und eine Institution in rosa

 

 

 

 

 

 

 

 

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