Die Albertina – von einer großen Liebesgeschichte zum Museum

Was bedeutet der Name Albertina und was können Sie dort sehen? Wieso ist die Albertina höher gelegen als das restliche Straßenniveau? Welche Sehenswürdigkeiten sehen Sie von oben?

Die Albertina zählt zu den TOP-Museen Wiens. Sie besitzt eine der größten graphischen Sammlungen weltweit, darunter den bekannten „Feldhasen“ von Albrecht Dürer. Weiters sehen Sie die permanente Sammlung „Monet bis Picasso“ und wechselnde Ausstellungen.

Die Albertina war das größte Wohnpalais der Habsburger. Marie Christine, die Lieblingstochter Maria Theresias wohnte hier mit ihrem Gemahl Albert von Sachsen-Teschen. Es war eine Liebesheirat und die beiden waren die Begründer der Kunstsammlung. Aus ihren Vornamen setzt sich der Name Albertina zusammen. Die habsburgischen Prunkräume, darunter der Musensaal, können ebenfalls besichtigt werden.

Highlight des Museums sind die graphischen Sammlungen, die konservierungsbedingt nicht immer im Original gezeigt werden können. Diese geht auf eine Privatsammlung von Herzog Albert zurück. Er ließ über 50 Jahre lang von seinen Agenten graphische Sammlungen ankaufen. Neben dem „Feldhasen“, sind vor allem die „Zum Gebet gefalteten Hände“ von Albrecht Dürer jedem ein Begriff und zählen zu den großen Kunstwerken der Geschichte.

Die graphischen Sammlungen werden wie folgt unterteilt:

 

  • Albrecht Dürer und seine Zeit
  • Die italienischen Meister der Renaissance
  • Die niederländische Kunst des 16. und 17. Jahrhunderts
  • Italienischer Barock und Spätbarock
  • Französische Zeichnungen des 18. Jahrhunderts
  • Österreichische Aquarellmalerei des Jahrhunderts
  • Wien um 1900
  • Klassische Moderne und Gegenwartskunst

 

Die permanente Schausammlung – Sammlung Batliner (vom Sammler-Ehepaar Batliner) zeigt die Kunststile der letzten 130 Jahre. Französischer Impressionismus trifft auf deutschen Expressionismus und russische Avantgarde. Berühmte Gemälde von Renoir, Monet, Degas, Malewitsch, Chagall, Warhol und Katz können Sie hier bewundern.

Sehr erhaben thront die Albertina etwas höher als die umliegenden Gebäude. Das liegt daran, dass sie auf einer der früheren Bastionen der Stadtmauer (Augustinerbastei) errichtet wurde. Fahren Sie mit der Rolltreppe hinauf und genießen Sie die Aussicht auf die Staatsoper, Hotel Sacher und den Albertinaplatz. Von hier machen Sie garantiert tolle Fotos und bekommen die besten Eindrücke!

Neu: Seit Mai 2020 gibt es mit der Albertina modern, einen neuen Standort im neurenovierten Künstlerhaus am Karlsplatz, der sich der österreichischen Kunst ab 1945 widmet. Moderne, zeitgenössische Kunst wird hier auf ca. 2000m² im neu renovierten Künstlerhaus gezeigt. Werke

 

von Arnulf Rainer, Erwin Wurm, Maria Lassnig, Franz West, Valie Export können Sie hier sehen, aber auch von Andy Warhol und Alex Katz um nur einige internationale Künstler zu nennen.

Time Travel Tipp: Das Café-Restaurant Do & Co in der Albertina lädt zu einer Pause ein, besonders im Sommer, wenn man auf der Terrasse herrlich speisen kann, oder auch nur eine Wiener Melange (Lieblingskaffee der Wiener) zu sich nehmen kann. Neuerdings bietet die Albertina auch Yoga im Musensaal an. Das wäre mal eine andere Yogaklasse in einem schönen historischen Ambiente. Auch für Kinder bietet die Albertina spannende kindgerechte Führungen und Malworkshops an. So macht der Museumsbesuch Spaß!

Noch ein Tipp: Der Würstelstand unterhalb der Albertina, ist sehr gut besucht und sehr empfehlenswert! Da er sich vis-a-vis von der Staatsoper befindet, wird er auch gerne nach einer Opernaufführung oder in den frühen Morgenstunden nach dem legendären Opernball aufgesucht.

Mehr Infos. Monet bis Picasso. Die Sammlung Batliner « Albertina Museum Wien

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