Der Wiener Stephansdom – das gotische Herz und Wahrzeichen Wiens

In welchem Jahrhundert begann der Bau des Wiener Stephansdoms? Wieso heißt er so? Welche Zahlensymbolik kennzeichnet das bedeutendste gotische Bauwerk Österreichs? Welche bedeutenden Ereignisse fanden in dieser Kirche statt?

Der Wiener Stephansdom ist dem hl. Stephanus, dem ersten christlichen Märtyrer, geweiht. Der gotische Dom ist das berühmteste kirchliche Bauwerk Österreichs und befindet sich im Herzen der Stadt am Stephansplatz. Die Anfänge gehen auf das 12. Jh. zurück und es wurde jahrhundertelang daran gebaut. Der Nordturm (68,3m) wurde erst im 16. Jh. beendet. Der Südturm ist mit einer Höhe von 136,4m der höchste Kirchturm Österreichs. 343 Stufen führen hinauf auf die Türmerstube und die Aussicht lohnt den anstrengenden Aufstieg.

Falls Sie es lieber bequem haben, nehmen Sie den Lift zur Aussichtplattform vom Nordturm. Hier hängt auch die Pummerin, die größte Glocke Österreichs, die nur zu feierlichen Anlässen zu hören ist. Um in den Geschmack des „morbiden Wiens“ zu kommen, empfehlen wir Ihnen die Besichtigung der unterirdischen Katakomben.

Die Habsburger hatten einen bedeutenden Anteil an der Gestaltung des Doms, an dem man vom 12.

– 16. Jh. gebaut hat. Speziell Rudolf IV. war wichtig für den Ausbau des Stephansdoms. Die Herzogsgruft war die wichtigste Grablege der habsburgischen Landesherrscher bis ins 16. Jh. Kunsthistorisch von Bedeutung sind die Grabmäler von Rudolf IV. und Kaiser Friedrich III. Prinz Eugen, der Verteidiger Wiens gegen die Osmanen, ist in der Kreuzkapelle des Doms bestattet. Seit 1469 ist der Stephansdom Sitz des Bischofs und seit 1722 Sitz des Erzbischofs von Wien.

 

Mozart heiratete im Stephansdom seine Constanze, seine Kinder wurden hier getauft und er wurde mit nur 35 Jahren im Jahr 1791 auch an diesem Ort eingesegnet.

 

Das Dach des Stephansdoms besteht aus 230.000 bunt glasierten Dachziegeln und stellt den

k.u.k. Doppeladler, sowie die Wappen der Stadt Wien und Österreichs dar.

Der Stephansdom folgt einer speziellen Zahlensymbolik. Der Stephansdom ist 107,2 Meter (333 Fuß) lang und 34,2 Meter (111) breit. Von den vier Türmen ist der Südturm mit 136,4 Metern (444 Fuß) der höchste. 7x7x7 = 343 Stufen führen hinauf auf die Türmerstube des Südturms. 421 Jahre, und zwar bis 31. Dezember 1955 versah ein Feuerwehrmann in der Türmerstube, in 72 Metern Höhe, seinen Dienst. Sobald ein Brand ausbrach, warnte er die Bevölkerung mit einem Sprachrohr und schwenkte dazu eine rote Fahne, bzw. nachts eine rote Laterne.

Der Dom wurde im 2. Weltkrieg zerstört, allerdings nicht durch Kriegshandlungen. Im April 1945 griff ein Großfeuer, das von Plünderern in den umliegenden Häusern gelegt wurde, auf das Dach über.

Sieben Jahre später konnte der Stephansdom durch eine österreichweite Spendenaktion wieder eingeweiht werden. Die Wiener spendeten z.B. die neuen Dachziegel.

Die Einheimischen nennen den Stephansdom liebevoll „Steffl“. Über die Fußgängerzone Kärntner Straße geht es direkt zur Wiener Staatsoper. Kleiner Tipp: Gegenüber der Staatsoper befindet sich das weltberühmte Hotel Sacher, bekannt für die Original Sacher Torte.

 

Time Travel Tipp: Unbedingt einmal um den Dom herumgehen um einen Gesamteindruck zu erhalten. Die beste Fotomöglichkeit haben Sie beim Nordturm, (das ist der kürzere mit der grünen Kuppelbekrönung). Von dieser Seite bekommen sie den ganzen Dom auf das Bild, so wie hier am Foto.

Beim Manner-Shop neben dem Nordturm gibt es die berühmten Manner-Schnitten (süße kleine Haselnussschnitten) in der rosa Verpackung. Der Stephansdom ziert die Verpackung. Die Schnitten sind ein beliebtes Wiener Souvenir und auch zwischendurch gut als Stärkung! Können Sie auch in jedem Supermarkt für Ihre Liebsten zu Hause einkaufen.

Mehr Infos: www.stephanskirche.at

 

 

 

 

 

 

 

 

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