Bertha von Suttner – die erste Frau, die den Friedensnobelpreis erhielt

Wer war diese Frau und was machte sie so außergewöhnlich? Wo finden wir heute noch ihr Porträt im Alltag? Wie verlief ihr Leben und wann erhielt sie den Friedensnobelpreis?

In Österreich kennt man sie vom früheren Tausend Schilling Schein. Aktuell ist sie auf den in Österreich geprägten 2 € Münzen zu sehen.

Bertha Sophia Felicitas Freifrau von Suttner, erblickte am 9. Juni 1843 in Prag das Licht der Welt. Sie stammte aus einer böhmischen Adelsfamilie und war eine geborene Gräfin Kinsky. Als Schriftstellerin, erste weibliche Friedensnobelpreisträgerin (1905) und Pazifistin erreichte sie Weltruhm.

Doch dieser war ihr nicht von Anfang an in die Wiege gelegt worden. Im Gegenteil, ihr Leben war geprägt von vielen Hochs und Tiefs. Der Vater heiratete eine Bürgerliche und starb noch vor der Geburt der Tochter. Die Mutter verspielte das gesamte Erbe. Der Plan, die Tochter reich zu verheiraten, ging nicht auf.

Mit dreißig war Bertha noch immer unverheiratet und übernahm eine Stelle als Gouvernante bei der Familie Suttner in Wien. Dort unterrichtete sie die vier Töchter in Musik und Sprache und verliebte sich in den jüngsten Sohn der Familie, den um sieben Jahre jüngeren, Arthur Gundaccar von Suttner. Daraufhin wurde sie entlassen.

 

Sie ging nach Paris und übernahm eine Stelle als Privatsekretärin beim reichen Industriellen Alfred Nobel (schwedischer Erfinder, Chemiker und Namensgeber des Nobelpreises).

Doch die große Liebe zu Arthur blieb bestehen. Das Paar heiratete heimlich in Wien, er wurde daraufhin enterbt und sie gingen gemeinsam nach Georgien. Dort begann sie aus Geldnot zu schreiben.

 

Nach fast zehn Jahren kehrten die beiden nach Wien zurück, Bertha war mittlerweile eine anerkannte Schriftstellerin. Der Kontakt mit Alfred Nobel blieb all die Jahre aufrecht, er war ihr großer Förderer.

1889 erschien ihr Roman „Die Waffen nieder“, mit dem sie weltberühmt wurde.

 

Sie war als Friedensbotschafterin die nächsten Jahrzehnte weltweit unterwegs. 1905 erhielt sie für ihren unermüdlichen Einsatz gegen Krieg und Gewalt, als erste Frau den Friedensnobelpreis.

 

Am 21. Juni 1914, genau eine Woche vor den Schüssen von Sarajevo, erlag sie einem Krebsleiden. Den Ausbruch des ersten Weltkriegs, vor dem sie wiederholt gewarnt hatte, musste sie glücklicherweise nicht mehr miterleben.

 

Time Travel Tipp: Im 4. Bezirk im Bertha von Suttner-Hof, wurde eine Gedenkstelle für Bertha von Suttner errichtet. Es handelt sich um einen Sockel mit einer Figurengruppe vom Bildhauer Siegfried Charoux

 

 

 

 

 

 

 

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