Joseph Haydn – ein österreichischer Komponist der Wiener Klassik

Wer war Franz Joseph Haydn? Was sind seine berühmten Werke? Für welche fürstliche Familie hat er jahrelang gearbeitet? Was ist nach seinem Tod mit seinem Schädel passiert? Wo liegt er begraben?

Geboren wurde er als Franz Joseph Haydn am 31. März 1732 in Rohrau, Niederösterreich. Seinen ersten Vornamen verwendete er so gut wie nie. Er war das zweite von zwölf Kindern und der älteste Sohn. Sein jüngerer Bruder Michael Haydn ging ebenfalls als Komponist in die Geschichte ein.

Mit 8 Jahren kam er nach Wien als Sängerknabe von St. Stephan und erhielt eine gute musikalische Erziehung. In dieser Zeit begann er schon zu komponieren. Später wurde er Schüler und Assistent des berühmten Gesanglehrers Nikolaus Porpora.

Die entscheidende Wende in seinem Leben brachte das Jahr 1761. Er trat in die Dienste der Fürsten Esterházy und wurde erster Kapellmeister im Schloss Esterházy.

Seine zahlreichen Kompositionen wie Symphonien, Opern, Messen, Streichquartette und Sonaten wurden europaweit bekannt und in Frankreich, England, Spanien, sogar bis Amerika aufgeführt.

Gemeinsam mit Mozart und Beethoven gilt er als Begründer der Wiener Klassik, einer Stilrichtung der europäischen Kunstmusik.

Nach dem Tod des Fürsten Nikolaus Joseph Esterházy wurde das Orchester aufgelöst und Haydn ging als fürstlicher Kapellmeister nach Wien. 1791 entstand die berühmte Paukenschlag-Symphonie in England, wo er sich mehrmals für längere Zeit aufhielt. Er erhielt auch das Ehrendoktorat der Universität Oxford.

Bekannte Werke sind „Die Schöpfung“ und „Die Jahreszeiten“. Berühmt wurde er auch für die

„Kaiserhymne“, die er zu Ehren des Kaisers des Heiligen Römischen Reiches Franz II vertonte. Diese galt bis zum Ende der Habsburgermonarchie als offizielle „Österreichische Kaiserhymne“. 1922 wurde sie zur Hymne des damaligen Deutschen Reiches und ist bis heute die Nationalhymne von Deutschland.

1793 kaufte Haydn ein Haus in Gumpendorf, im heutigen 6. Bezirk, welches auch zu seinem Sterbehaus werden sollte. Am 31. Mai 1809 verstarb Joseph Haydn, 9 Jahre nach seiner Frau Maria Anna. Die Ehe galt als unglücklich und blieb kinderlos.

Der Leichnam Haydns wurde in die Bergkirche Eisenstadt überführt, allerdings nicht sein Schädel. Dieser wurde nach dem Tod vom Körper getrennt und im Zuge der „Gallschen Schädellehre“ untersucht um diese Lehre zu bekräftigen. Erst 1954 wurde der Schädel ebenfalls nach Eisenstadt überführt.

Time Travel Tipp: Das Haydn-Sterbehaus in der Esterhazygasse im 6. Wiener Gemeindebezirk kann besichtigt werden und gibt Aufschluss über das Leben von Joseph Haydn. Oder vielleicht wollen Sie auch einen Ausflug nach Eisenstadt machen, wo er im Schloss der Familie Esterhazy Kapellmeister war?

 

 

 

 

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