Kriegsjahre

Wie war der Krieg wirklich? Was löste den Ersten Weltkrieg aus? Was passierte mit der Habsburger-Monarchie nach Ende des Krieges? Was passierte mit Österreich im Zweiten Weltkrieg? Erleben Sie bei Time Travel Vienna einen Fliegerangriff gegen Ende des Zweiten Weltkriegs im Original Luftschutzbunker. Wie hat es sich angefühlt in einem Bunker die Luftangriffe zu überstehen. Wieviele Personen konnten dort Zuflucht finden? Wie stark wurde Wien bombardiert? Wann war der Zweite Weltkrieg vorbei und wer hat es verkündet? Wie ging es weiter in der Nachkriegszeit mit Österreich?

Skyline Wien

Hintergrundinformation zum Ersten Weltkrieg (1914-1918)

Der 1. Weltkrieg begann im Sommer 1914 und hielt bis in den November des Jahres 1918 an. Auslöser war unter anderem das Attentat vom 28. Juni 1914 auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajewo. Es war auch das Resultat langjähriger Spannungen zwischen den europäischen Großmächten. Den Mittelmächten (Deutsches Reich und Österreich-Ungarn) stand die Triple Entente (Frankreich, England, Russland) gegenüber. Der 1. Weltkrieg endete mit der Niederlage der Mittelmächte und kostete ca. 17 Millionen Menschen das Leben.

Schon lange vor dem Juni 1914 waren die Vorbereitungen für einen Krieg in Europa in vollem Gange. Um 1914 war Europa in zwei Blöcke gespalten: Die Achsenmächte (Mittelmächte) mit Österreich-Ungarn, Deutschland, Türkei, Bulgarien und Italien auf der einen Seite und die "Entente" mit Großbritannien, Rußland, Frankreich, Portugal und vielen weiteren Staaten auf der anderen Seite. Österreich bildete mit Italien und Deutschland den Dreibund. Später wechselte Italien zur Entente, da diese dem Land Südtirol versprachen.

Die Ereignisse nach dem Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau Sophie sind als "Juli-Krise" in die Geschichte eingegangen. Österreich-Ungarn stellte der serbischen Regierung ein Ultimatum, welche für Serbien nicht annehmbar waren. Russland stellte sich unmissverständlich an die Seite Serbiens.

Am 28. Juli 1914 erklärte Österreich-Ungarn Serbien den Krieg. Daraufhin waren sowohl Österreich-Ungarn als auch Russland im Kriegszustand. Am 1. August erklärte das Deutsche Reich Russland den Krieg, drei Tage später an Frankreich. Deutsche Truppen griffen Frankreich von Nordosten her an und verletzten dabei die Neutralität Belgiens. Dies führte wiederum zum Kriegseintritt der belgischen Garantiemacht Großbritanniens.

Der erste Weltkrieg sollte nur ein kurzer militärischer Vergeltungsschlag gegen Serbien werden, doch die Ereignisse überschlugen sich. Im April 1915 wurde erstmals Giftgas verwendet, als das Deutsche Reich mehr als 160 Tonnen Chlorgas gegen französische Soldaten einsetzt. 

1915 erfolgte die Kriegserklärung Italiens an Österreich-Ungarn. Die Isonzo-Schlachten ziehen sich bis 1917. Der Kampf um Verdun bezeichnete eine ca. 10 monatige Materialschlacht um die Festung Verdun, die rund 700.000 Menschen das Leben kostete. Die Schlacht an der Somme war nicht weniger verlustreich. 1917 herrschte uneingeschränkter U-Boot Krieg und die USA erklärten den Deutschen den Krieg.

Die Oktoberrevolution 1917 in Russland sorgte für eine Wende im Krieg und für einen Waffenstillstand der Mittelmächte und Russland.

Im Januar 1918 legte US-Präsident Wilson sein 14 Punkte Programm vor, welches vom Deutschen Reich zunächst abgelehnt wurde. Am 11.11.1918 wurde schließlich der Waffenstillstand unterzeichnet.

Der erste Weltkrieg endete damit, dass die Habsburger-Monarchie abgeschafft wurde. In  Österreich wurde am 12. November 1918 die erste Republik ausgerufen.

Hintergrundinformation zum Zweiten Weltkrieg (1939 - 1945)

Als es Österreich nicht gab (1938 - 1945)

Im März 1938 erfolgte der Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland und das sogenannte Dritte Reich. Während der nächsten sieben Jahre war Österreich politisch von der Landkarte verschwunden, bis 1945 die Befreiung durch die Alliierten erfolgte.

Am dem Wiener Heldenplatz verkündete Hitler am 15. März 1938 den Eintritt seiner Heimat in das Deutsche Reich. Der Anschluss Österreichs war vollzogen. Er ließ sich dies durch eine Volksabstimmung am 10. April 1938 mit überwältigender Mehrheit von 99,75% bestätigen. Diese Wahl war nicht als geheime Stimmabgabe gedacht, sondern als öffentliche Kundgebung und somit auch freiwillige Unterwerfung vor dem neuen Regime.

Für Juden, Roma und Sinti, sowie Gegner des Nationalsozialismus, bedeutete der Anschluss Verfolgung und Tod. Das größte Kriegsverbrechen war der Holocaust, der nazionalsozialistische Völkermord, im Zuge dessen ca. 6 Millionen Juden ihr Leben in Konzentrationslagern verloren.

Auslöser für den zweiten Weltkrieg war der völkerrechtswidrige Angriff von Hitler auf Polen am 1. September 1939. Frankreich und Großbritannien erklärten daraufhin am 3. September 1939 Deutschland den Krieg. Anfangs war die deutsche Wehrmacht erfolgreich gegen Frankreich, doch erhielt sie im Herbst 1940 in der Luftschlacht über England ihre erste Niederlage.

Nach dem japanischen Überfall auf Pearl Harbour am 7. Dezember 1941, traten auch die USA in den Krieg ein und es weitete sich zu einem Pazifikkrieg aus. Der Abwurf der Atombomben über die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki im August 1945 war Teil einer Kriegsführung, die keine Grenzen mehr kannte.

Der Angriff auf die Sowjetunion im Jahr 1941 endete, aufgrund der Größe des Landes und des frühen Wintereinbruchs, in einem Desaster für Deutschland. Als Wendepunkt kann der Februar 1943 gesehen werden, als die deutsche Wehrmacht bei Stalingrad scheiterte und fast vollständig vernichtet wurde.

Von April 1944 – März 1945 wurden über den Rundfunk ca. 115 Alarme gegeben, welche die Leute über das damalige Radio, genannt „Volksempfänger“ hören konnten. Eingeleitet durch einen Kuckucksruf als Aufforderung zum Aufsuchen von Luftschutzbunkern. Die Leute flüchteten in Keller, die mit LSK (Luftschutzkeller) bezeichnet waren. Der erste schwere Luftangriff auf Wien erfolgte am 10. September 1944. Die größten Schäden entstanden von März bis April 1945, als insgesamt ca. 25% der Stadt zerstört wurden.

Am 6. Juni 1944 landeten die Alliierten an der französischen Normandieküsten (D-Day). Hitler war somit von allen Seiten eingekesselt und beging am 30. April 1945 im Führerbunker Selbstmord.

Am 8. Mai 1945 erfolgte die bedingungslose Kapitulation der NS-Führung. Der Zweite Weltkrieg endete mit einer vollständigen Niederlage der Achsenmächte (Deutschland, Italien, Japan) und dem Sieg der Alliierten (USA, Frankreich, Sowjetunion, Großbritannien).

Der Zweite Weltkrieg zählt zu den größten und verlustreichsten Konflikten der Menschheitsgeschichte. Er kostete ca. 55 Millionen Menschen das Leben.

 

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