Am 16.5.2026 ist es soweit: Wien darf den 70. ESC (Eurovision Song Contest) austragen.
Die Metropole der schönen Klänge wird seit Jahrhunderten durch ihre Musik repräsentiert. Weltberühmte Komponisten, wie Joseph Haiden entzückten die kaiserliche Familie mit ihren einmaligen Tondichtungen, ebenso wie einige Zeit später der gebürtige Salzburger Wolfgang Amadeus Mozart. Beide Künstler prägen die klassische Musik bis heute. Persönlichkeiten wie Ludwig van Beethoven und Franz Schubert schufen weitere akustische Meilensteine, die bis heute in den Konzerthäusern rund um den Globus aufgeführt werden.
Wien als Musikstadt
Im 19. Jahrhundert entwickelten sich Institutionen der Musik, wie die Staatsoper, der Wiener Musikverein, die Volksoper, das Theater an der Wien sowie das Konzerthaus. Auch heute zieht das große musikalische Erbe Wiens Gäste aus aller Welt an. Die Vielzahl der Darbietungen, wie beispielweise im Musikverein, dem Stammhaus der Wiener Philharmoniker bleiben den Gästen als unvergessliches Erlebnis in Erinnerung.
Doch der Facettenreichtum der Melodien animierte auch zum Tanz. Daher entstanden im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts Revue- und Tanzinstitutionen, wie beispielsweise Apollo-Theater (heute Apollo-Kino) oder die Sophiensäle. Die leichte Muse in der Form von Operetten begeisterte mit ihrem einfachen Handlungsaufbau und den ins Ohr gehenden Liedern ein breiteres Publikum. Mit der Zeit, insbesondere nach dem 2. Weltkrieg, etablierten sich neue Musikstile, wie der Jazz. Die Big-Bands der US-Army machten den Swing und den Bebop populär.

ESC in Wien
Österreichische Solisten, wie Friedrich Gulda, Josef Erich (Joe) Zawinul sowie Hans Salomon prägten die Wiener Jazzszene brillierten bei Konzerten und Festivals auf der ganzen Welt. Mit dem Rock n´Roll und später dem Beat setzte sich die Popmusik auch in Stadt an der Donau durch. Wien war erstmals am 8. April 1967 im Festsaal der Wiener Hofburg Austragungsort des Eurovision Song Contest, nach dem Udo Jürgens mit seinem Lied „Merci Cherie“ den Wettbewerb ein Jahr zuvor in der Villa Louvigny in Luxembourg City gewann.
Conchita Wurst alias Thomas Neuwirth siegte 2014 mit „Rise like a Phoenix“ beim Eurovision Song Contest in Kopenhagen. Ein Jahr später gab sich Wien nach knapp einem halben Jahrhundert wieder die Ehre die große europäische Musikshow zum 60. Mal auszurichten. Ein Jahrzehnt später, 2025 gewann „JJ“, bürgerlich Johannes Pietsch mit dem Song „Wasted Love“ den europäischen Gesangs- und Musikwettbewerb.
Damit holte der Künstler das internationale Fest der bewegenden Melodien wieder die Donaumetropole. Zwischen dem 12. und dem 16. Mai 2026 präsentiert sich die Wiener Stadthalle als musikalischer Mittelpunkt des Kontinents. Für Österreich tritt Cosmo, bürgerlich Benjamin Gedeon mit seinem Lied „Tanzschein“ an. Wir wünschen dem Künstler viel Erfolg.
Autor: Michael Ellenbogen
Bildquelle: Michael Ellenbogen Privat
Mehr Infos zum ESC Wien 2026: https://songcontest.orf.at/



