Kronprinz Rudolf – er suchte sein Glück bei Frauen und im Tod

Kronprinz Rudolf Franz Karl Joseph von Habsburg, so sein voller Name, wurde am 21. August 1858 in Laxenburg geboren. Wie verlief sein kurzes Leben und welche Frauen liebte er? Wieso gibt sein Tod bis heute Rätsel auf?

Der einzige Sohn von Kaiser Franz Joseph und Elisabeth (Sisi), hier im Alter von vier Jahren, wurde ab seinem sechsten Lebensjahr dem militärischen Drill des Erziehers Leopold Gondrecourt ausgesetzt. Er sollte „abgehärtet“ werden um aus ihm einen guten Soldaten zu machen. Er wurde beispielsweise mit Pistolenschüssen geweckt oder allein im Wald gelassen, bis seine Mutter Elisabeth eingriff und diese Art von Ausbildung abgebrochen wurde.

Stattdessen wurden seine naturwissenschaftlichen Interessen gefördert und er genoss eine liberale und bürgerliche Erziehung durch Graf Latour und andere Lehrer. Er galt als intelligentes Kind von schneller Auffassungsgabe. Seine ornithologischen Interessen brachten ihm später sogar ein Ehrendoktorat der Universität Wien ein.

Mit seinem Vater stand er häufig in Konflikt aufgrund seiner Ansichten. Er galt als sensibel, liberal, antiklerikal und sehr kritisch gegenüber der Vielvölkermonarchie. Er glaubte an die Kraft des Bürgertums und lehnte die höfische Gesellschaft, genauso wie seine Mutter, ab.
Dennoch hatte er auch zu seiner Mutter ein eher distanziertes Verhältnis.

Viele seiner Gedanken verfasste er unter anderem Namen im Neuen Wiener Tagblatt von Moritz Szeps. Seine Freundschaft mit jüdischen Intellektuellen wurde bei Hof nicht gerne gesehen und isolierte ihn mehr und mehr, was sich auch auf seinen geistigen Zustand auswirkte.

Im Jahr 1881 fand die arrangierte Hochzeit mit Prinzessin Stephanie, Tochter des belgischen Königs Leopolds II., statt. Zwei Jahre später kam die einzige Tochter Elisabeth Marie zur Welt. Die Ehe kann nicht als glücklich bezeichnet werden, da Rudolf sein Glück bei anderen Frauen suchte. Er reiste schon zur Brautwerbung mit seiner Geliebten an und dies setzte sich in der Ehe fort, wo er Kontakt mit Prostituierten pflegte.

Er flüchtete sich in Alkohol und Drogen, litt an Depressionen und seine Gesundheit verschlechterte sich aufgrund seines Lebensstils und den Folgen einer Geschlechtskrankheit (wahrscheinlich Gonorrhöe).

Als einzigen Ausweg sah er nur mehr den Selbstmord, in den er allerdings nicht alleine gehen wollte. Seine damalige Gefährtin, die erst 17jährige Baronesse Mary Vetsera, war bereit mit ihm zu gehen. Am 30. Januar 1889 setzte er mit den Schüssen von Mayerling beider Leben ein Ende. Die Tragödie von Mayerling ist bis heute nicht restlos aufgeklärt.

 

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