Wiener Wasser – direkt von den Alpen in den Haushalt

Das Wiener Wasser ist bekannt für seine ausgezeichnete Qualität. Was macht die Wasserversorgung in Wien so einzigartig? Wofür steht der Wiener Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz?

 

In Wien bekommt man Hochquellwasser von den Alpen direkt in den Haushalt geliefert. Das Wiener Wasser kommt aus Niederösterreich und der Steiermark und fließt in einem natürlichen Gefälle ohne Pumpen in die Bundeshauptstadt, wo es ca. 36 Stunden später eintrifft. Das Wasser hat dann ca. 180 km zurückgelegt.

Schneeberg, Rax und die Schneealpe bespeisen die I. Hochquellenleitung, der Hochschwab die II. Leitung. Das Wasser muss aufgrund des strengen Quellschutzes nicht mehr aufbereitet werden und fließt zum Teil in unterirdischen Leitungen nach Wien. Aufgrund des natürlichen Gefälles von weiten Strecken von 0,22 Promille, wird die Gravitationsenergie entlang der Leitungen sogar zur Stromerzeugung verwendet und kann eine Kleinstadt versorgen.

Die I. Wiener Hochquellenleitung wurde nach vierjähriger Bauzeit am 24. Oktober 1873 in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph in Betrieb genommen. Der Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz wurde zum Anlass der Fertigstellung errichtet. Sie befördert ca. 220 Millionen Liter über eine Distanz von ca. 150 km nach Wien und passiert dabei 30 Aquädukte.

Die II. Wiener Hochquellenleitung wird vom Hochschwabgebiet in der Steiermark gespeist und dient zur Verstärkung der I. Leitung. Sie wurde 1910 errichtet und befördert ca. 217 Millionen Liter. Sie misst ca. 180 km und überwindet Höhenunterschiede von 360 Meter.

Der Wasserturm in Favoriten erinnert an die II. Leitung, da dort früher Wasser gespeichert wurde. Heutzutage dient der Wasserturm als Aussichtsturm und Eventlocation. Der anschließende Wasserspielplatz ist im Sommer sehr beliebt und sorgt für Abkühlung.

Wien hat als erste Stadt weltweit das Trinkwasser unter Verfassungsschutz gestellt.

 

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