Marie Christine – die Lieblingstochter Maria Theresias

Wer war die Lieblingstochter Maria Theresias und wer war ihr Ehemann? Wo lebte sie zeitweise? Welches Wiener Museum enthält Teile ihres Namens? Wo befindet sich ihr Grabmal?

Marie Christine wurde am 13. Mai 1742 als fünftes Kind des Kaiserpaares Franz Stephan und Maria Theresia geboren. Sie kam genau am 25. Geburtstag ihrer Mutter zur Welt und wurde von dieser meist Mimi oder Marie gerufen.  

Sie wurde bevorzugt und wenig getadelt, was natürlich die Eifersucht der anderen Geschwister hervorrief. Sie genoss eine gute und umfassende Ausbildung. So sprach sie neben Italienisch, Französisch, auch recht gut Englisch und war eine talentierte Malerin.

Marie Christine durfte sich den Ehemann selbst aussuchen und ihre Wahl fiel auf Herzog Albert-Kasimir von Sachsen Teschen. Die Ehe dürfte glücklich gewesen sein, blieb aber kinderlos nach dem Tod einer Tochter kurz nach der Geburt. Sie überredete ihren Bruder Leopold, ihr den Neffen Erzherzog Karl, zur Adoption zu überlassen, um einen Erben zu haben.

Maria Theresia machte Albert zum ungarischen Statthalter mit Residenz in Pressburg. Nach ihrem Tod entsandte Joseph II. die beiden als Statthalter in die Österreichischen Niederlande. Die beiden hielten sich häufig im Sommerschloss Laeken bei Brüssel auf.

Der Aufstand gegen die habsburgische Herrschaft breitete sich ab Sommer 1789 aus und die beiden mussten mehrmals von dort fliehen. 1792 mussten sie schließlich vor den französischen Truppen fliehen und bekamen in Wien eine Residenz, die heutige Albertina.

Albert von Sachsen-Teschen war ein bedeutender Kunstsammler und Begründer der Albertina Wien. Der Name des Museums setzt sich aus den Vornamen der beiden zusammen.

Marie Christine verstarb am 24. Juni 1798 mit 56 Jahren in Wien. Albert war tiefbetrübt und ließ der besten Gattin der Welt ein beeindruckendes Grabmal in der Wiener Augustinerkirche erschaffen. Dieses wurde vom Bildhauer Antonio Canova errichtet und ist ein Musterbeispiel klassizistischer Kunst. Wie bei den Habsburgern üblich, fand eine getrennte Bestattung statt. Das bedeutet eine Aufteilung des Körpers auf die traditionellen drei Wiener Begräbnisstätten der Habsburger (Kaisergruft, Augustinerkirche und Stephansdom).

 

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