Koloman Moser – das Wiener Universaltalent

Wieso wird Koloman Moser als Universalkünstler bezeichnet? Welche Talente wurden ihm in die Wiege gelegt? Mit welchen Werken und Aufträgen prägte er die Wiener Moderne? Woran verstarb er mit nur 50 Jahren im Jahr 2018?

 

Koloman Moser wurde am 30.3.1868 als Sohn von Josef Moser und dessen Ehefrau Theresia, in einem Gebäude des Theresianums, geboren. Es folgten zwei jüngere Schwestern. Nach Grund- und Handelsschule war eine Laufbahn in einem Seifen- und Parfümgeschäft für ihn vorgesehen.

Er zog es vor an die Akademie der bildenden Künste Wien zu gehen, wo er ohne Wissen seiner Eltern die Aufnahmeprüfung bestand. Er studierte u.a. bei Christian Griepenkerl. Nach dem Tod seines Vaters finanzierte er sich sein Studium mit Illustrationsaufträgen bei Kunstzeitschriften. Später studierte er an der Kunstgewerbeschule bei Franz Matsch. 

In jungen Jahren war er hauptsächlich kunstgewerblich tätig und wurde vom schottischen Künstlerpaar Mackintosh und der englischen Arts & Crafts Bewegung beeinflusst. Später war er als freier Grafikdesigner tätig und war in allen Bereichen der angewandten Kunst aktiv. 1897 war er Mitbegründer der Wiener Secession. Für deren Zeitschrift „Ver Sacrum“ gestaltete er mehr als 140 Illustrationen. Er unternahm verschiedenste Reisen durch ganz Europa.

Seine Vielseitigkeit machte ihn zum Universalkünstler. Neben Werken aus Porzellan, Glas, Keramik, Metall, entwarf er auch Schmuck, Textilien, Möbel und sogar Spielzeug. 1903 gründete er mit Josef Hoffmann und Fritz Wärndorfer die Wiener Werkstätte, deren Ziel es war das Kunsthandwerk gegenüber der industriellen Produktion zu fördern.

1905 heiratete er die vermögende Industriellentochter Ditha Mautner-Markhof und wechselte seine Konfession wegen dieser Verbindung. Die Mautner Markhofs waren evangelisch. Zwei Söhne wurden geboren, wovon einer früh verstarb. 

1907 verließ er wegen Differenzen mit Wärndorfer die Wiener Werkstätte und begann sich wieder mehr der Malerei zu widmen. In den Folgejahren wurde er vom Schweizer Maler Ferdinand Hodler beeinflusst.
1916 erkrankte er an Kehlkopfkrebs und verstarb am 18. Oktober 1918. Seine sterblichen Überreste finden wir am Hietzinger Friedhof in Wien.

 

Ihr Browser ist veraltet!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen. Den Browser jetzt aktualisieren

×