Die Wiener Sängerknaben – mehr als 500 Jahre Tradition

Wer legte den Grundstein für die Wiener Sängerknaben? Welche Musiker waren berühmte Sängerknaben? Wieviele Sängerknaben gibt es heute und wo treten sie regelmäßig auf?

Kaiser Maximilian begründete 1498 die Wiener Hofmusikkapelle und in Folge die Sängerknaben, als er den Hof von Innsbruck nach Wien verlegte. Ursprünglich waren es die Wiltener Sängerknaben bei Innsbruck von denen Maximilian einige nach Wien mitnahm.

Die Aufgabe des Chores bestand in der musikalischen Gestaltung der Heiligen Messe. Anfangs waren es nur sechs Knaben, später wurde der Chor auf 14 bis 20 Knaben ausgeweitet. Bis 1918 musizierte die Hofmusikkapelle ausschließlich für den habsburgischen Hof und wurde 1920 aufgelassen.

Durch den Einsatz des damaligen Rektors Josef Schnitt, wurde die Tradition fortgeführt und 1924 wurden die Wiener Sängerknaben offiziell als Verein gegründet. Franz Schubert war ein berühmter Sängerknabe, während Mozart nur mit dem Chor musizierte, so wie viele andere Komponisten auch, wie z.B. Salieri oder Anton Bruckner. Joseph und Michael Haydn sangen als Substituten im Chor.

Heute zählt der 100 köpfige Knabenchor zu einem der renommiertesten weltweit und setzt sich großteils aus österreichischen Kindern, aber auch aus anderen Nationen zusammen. Das Alter liegt zwischen zehn und vierzehn Jahren.

Der regelmäßige Auftritt in der Hofburgkapelle zählt nach wie vor zu Fixauftritten der Wiener Sängerknaben. Sie gelten als die jüngsten Botschafter Österreichs und sind weltweit bekannt. Unverkennbar ist ihren Matrosenanzug, der seit 1924 die offizielle Chorkleidung ist.

In der Saison geben die Wiener Sängerknaben ca. 300 Konzerte, vielfach auf ihren Konzerttourneen um die ganze Welt. Traditionell treten sie oft und gerne in Japan und den USA auf. Konzertreisen nach China, Taiwan und Singapur sind ebenfalls häufig. Ihr Repertoire reicht vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Sie singen klassische Chormusik bis international bekannte Film- und Popmusik.

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