Die begehrteste Muse Wiens

Wer war die begehrteste Muse Wiens? Warum wurde sie auch Femme fatale des 19. Jh. genannt? Welche Männer lagen ihr zu Füßen?

 

Die Kunst ist bekanntlich weiblich und kein Weib beherrschte Wiens Künstler so wie Alma Maria Schindler, so ihr Mädchenname. Sie wurde am 31. August 1879 in Wien geboren und als Femme fatale unsterblich. Sie war die Tocher des Landschaftsmalers Emil Jakob Schindler und der Hamburger Sängerin Anna Sofie Bergen. Durch Ihre Ehen mit dem Komponisten Gustav Mahler, dem Architekten Walter Gropius und dem Dichter Franz Werfel wurde sie zu Alma Mahler-Werfel.

Außerdem war sie die Geliebte von Oskar Kokoschka und weiteren prominenten Männern. Bereits mit zarten 17 Jahren wusste sie die männliche Kunst-, Musik- und Literaturszene zu begeistern. Auch Gustav Klimt war von der jungen Dame begeistert, doch mehr als ein Kuss soll nicht gewesen sein.

Sie ließ kein Fest der Wiener Gesellschaft aus und war stets von mehr als nur einem Verehrer umgeben. Die vier wichtigsten Männer in Almas Leben zählten gleichzeitig auch zu den bedeutendsten Künstlern dieser Zeit. Ihr erster Ehemann war der Komponist Gustav Mahler, der 19 Jahre älter war und  eher einer Vaterfigur als dem erträumten Liebhaber glich. Die Ehe hielt von 1902 bis zu Mahlers Tod 1911. Sie hatten zwei gemeinsame Töchter von denen eine bereits mit 5 Jahren verstarb.

Vier Jahre später heiratete sie den deutschen Bauhaus-Gründer Walter Gropius, mit dem sie schon während der Ehe mit Mahler eine Beziehung begonnen hatte. Kurz vor dieser Hochzeit trennte sie sich von Oskar Kokoschka, einem der bedeutendsten Maler Wiens. Mit Kokoschka verband sie ein dreijähriger Liebeskampf, geprägt durch die starke Eifersucht des Malers.

Die Ehe mit Gropius war von Anfang zum Scheitern verurteilt. Alma blieb auch weiterhin in Wien und führte ihren Salon, der bei Künstlern, Dirigenten und Musikern sehr beliebt war. Eine weitere Tochter wurde geboren. Ein Sohn, der bereits dem späteren Ehemann Franz Werfel, zuzuordnen war, verstarb leider nach zwei Jahren.

Von 1919 lebte sie offiziell mit dem Schriftsteller Franz Werfel zusammen. Er war überzeugt, seiner Geliebten und späteren Ehefrau Alma seinen künstlerischen Erfolg zu verdanken. Sie war diejenige, die den 11 Jahre jüngeren Künstler in seinem Tun förderte. Mit ihm ging sie auch später ins kalifornische Exil. Nach seinem Tod zog sie nach New York, wo sie an der Upper East Side ein Appartment bezog und Autobiographien zu schreiben begann.

Im Alter von 85 Jahren verstarb sie in New York und wurde einige Monate später am Grinzinger Friedhof in Wien zur letzten Ruhe gebettet. Das Ehrengrab befindet sich unweit des Grabmals von ihrem ersten Ehemann. Wer war das jetzt gleich nochmal?

Ihr Browser ist veraltet!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen. Den Browser jetzt aktualisieren

×