die sechzehn Kinder Maria Theresias – Elf Töchter und fünf Söhne

Wer waren die sechzehn Kinder und was wurde aus ihnen? Wie viele erreichten das Erwachsenenalter? Wer ist, international gesehen, die bekannteste Tochter?

Mit knapp 19 Jahren am 12. Februar 1736 fand die Vermählung Maria Theresias mit ihrem geliebten Franz Stephan von Lothringen in der Wiener Augustinerkirche statt. Drei Monate nach der Hochzeit war sie bereits schwanger und schenkte innerhalb von 20 Jahren 16 Kindern das Leben.

Die erstgeborene Tochter, Maria Elisabeth (1737-1740) starb bereits als Kleinkind. 1738 kam die nächste Tochter auf die Welt, Maria Anna (1738-1789), die sehr dem Vater ähnelte mit ihren Interessen. Leider litt sie an einer Fehlbildung des Brustkorbs und konnte somit nicht verheiratet werden. Sie verbrachte ihren Lebensabend im Elisabethinen-Kloster in Klagenfurt.

Das dritte Kind, wieder eine Tochter, namens Maria Karolina, (geb. 1940) verstarb noch als Säugling.

Das vierte Kind war schließlich Joseph II. (1741-1790), der erste Sohn und langersehnte Thronfolger. Er regierte gemeinsam mit seiner Mutter und folgte ihr nach dessen Tod 1780 auf den Thron. Er ist vor allem wegen seiner Reformen bekannt.

1742 wurde als fünftes Kind, Maria Christina, die Lieblingstochter Maria Theresias, genau an ihrem 25. Geburtstag, geboren. Als einzige der vielen Kinder durfte sie ihren Ehemann selbst auswählen und heiratete Herzog Albert von Sachsen-Teschen.

Als sechstes Kind erblickte Maria Elisabeth (1743-1808) das Licht der Welt und war ein besonders hübsches Mädchen. Leider wurde ihre Schönheit durch eine Pockenerkrankung entstellt. Somit blieb sie unvermählt und entwickelte sich im Volksmund zur gefürchteten „kropferten Liesl“.

Nummer sieben war der zweite Sohn Karl Joseph (1745-1761) Er war das Gegenteil von seinem Bruder Joseph und kann durchaus als Lieblingssohn von Maria Theresia bezeichnet werden. Leider verstarb er mit knapp 16 Jahren an den Pocken, was ein großer Schicksalsschlag für die Eltern war.

Das achte Kind war Maria Amalie (1746-1804), welche gegen ihren Willen mit Herzog Ferdinand von Parma vermählt wurde. Das neunte Kind und der dritte Sohn war Peter Leopold (1747-1792), der Herrscher in der Toskana wurde und sogar zwei Jahre das Kaiseramt ausübte.

An zehnter Stelle stand Maria Karoline (geb. 1748), die bald nach der Geburt verstarb. Das elfte Kind, Johanna (1750-1762) fiel in jungen Jahren den Pocken zum Opfer, genauso wie Nummer zwölf, Maria Josepha (1751-1767), die kurz vor der Hochzeit mit dem neapolitanischen Kronprinzen stand.

Somit rückte die nächste Tochter und das 13. Kind, Maria Karolina (1752-1814) nach und musste Ferdinand von Neapel-Sizilien heiraten. Die beiden brachten es zu 18 Kindern. Nummer 14 war Ferdinand Karl Anton (1754-1806), der durch seine Heirat die Nebenlinie Habsburg-Modena begründete

Als 15. Kind kam Maria Antonia (1755-1793) zur Welt und wurde international gesehen, zur wohl bekanntesten Tochter Maria Theresias aufgrund ihres tragischen Schicksals. Sie wurde mit dem französischen Dauphin Ludwig dem XVI. verheiratet und verlor ihr Leben im Zuge der französischen Revolution auf dem Schafott.

Das jüngste und 16. Kind war Maximilian Franz (1756-1801), der für die geistliche Laufbahn vorgesehen war. Er wurde zum Erzbischof und Kurfürsten von Köln und ein Mäzen von Beethoven.

Time Travel Tipp: Im Schloss Schönbrunn erfahren Sie bei einer Führung wie die kaiserliche Familie mit ihren 16 Kindern wohnte und lebte.

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